Um was geht es?

Private Kapitalgewinne unterliegen in der Schweiz grundsätzlich nicht der Einkommenssteuer. Eine Ausnahme besteht bei Liegenschaften: der private Kapitalgewinn aus dem Verkauf einer Liegenschaft, Liegenschaftenanteilen oder bestimmten Rechten an Liegenschaften unterliegt der Grundstückgewinnsteuer. Kapitalgewinne aus dem Verkauf geschäftlich gehaltener Liegenschaften unterliegen je nach kantonaler Ausgestaltung der Grundstückgewinn- oder der Einkommens- resp. Gewinnsteuer.

Nicht nur der direkte Verkauf einer Immobilie löst Steuerfolgen aus. Auch der Verkauf von Anteilen an einer Immobiliengesellschaft kann je nach kantonaler Ausgestaltung der Grundstückgewinn oder der Einkommens- resp. Gewinnsteuer unterliegen.

Im System der Grundstückgewinnsteuer besteht der steuerbare Gewinn in der Differenz zwischen den Anlagekosten und dem Verkaufserlös. Die Anlagekosten setzten sich zusammen aus dem massgebenden Erwerbspreis und den wertvermehrenden Aufwendungen. Wird der Kapitalgewinn mit der Einkommens- resp. Gewinnsteuer erfasst, so berechnet sich die massgebende Steuerbasis aufgrund der Differenz zwischen dem Buch- und dem Verkehrswert.

Ebenfalls zu beachten sind Handänderungsgebühren. Je nach kantonaler Ausgestaltung werden diese erhoben, wenn eine Immobiliengesellschaft oder eine Liegenschaft verkauft wird.

Was muss ich tun?

Planen Sie eine Immobiliengesellschaft zu kaufen, müssen Sie wissen, welche latente Steuerlasten Sie miterwerben. Als Verkäufer einer Immobiliengesellschaft wollen Sie wissen, wieviel des Kaufpreises an das Steueramt abzuliefern ist.