Am 14. April 2018 war ich erneut in einer Live-Sendung von KASSA. In dieser Sendung ging es um die Wucherzinsen die Crédit Agricole ihren Kreditnehmern in Rechnung stellt. Wie von mir klargestellt, muss – wenn in dem Vertrag und den Allgemeinen Bedingungen kein Maßstab über die Berechnungsgrundlage und die Änderung der Zinsen enthalten ist – von dem Inhalt des durch die Bank zur Verfügung gestellten Reklamematerials (Prospekte) ausgegangen werden. In den Prospekten steht: “sobald sich der Zinsstand ändert, ändern sich Ihre Zinsen”. Das bedeutet, dass den Marktzinsen zu folgen ist. Die am besten vertretbare und für den Konsumenten günstigste Auslegung ist vorliegend, dass der Euribor-Zins anwendbar ist.

Bedingungen müssen deutlich und begreiflich sein. Bei Zweifeln gilt für den Konsumenten die meist günstige Interpretation. Wenn Euribor-Zinsen angewandt werden, zahlen die Konsumenten viel niedrigere Zinsen, als die von Crédit Agricole in Rechnung gestellten.

Übrigens haben diejenigen, die rechtsschutzversichert sind, in Falle eines Gerichtsverfahrens das Recht, sich selbst einen Anwalt auszusuchen. Die Rechtsschutzversicherung muss diese Kosten vergüten. Dies ist auf Grundlage der europäischen Gesetzgebung im Gesetz verankert.