Um die Aktienberatung zu stärken, hat das BMF vor, den optionalen Einsatz von standardisierten Produktinformationsblättern für die vertreibenden Stellen, die beim Erwerb von Aktien beraten, zum 1. Juli 2018 zu ermöglichen und dabei den Informationsgewinn für potentielle Anleger beizubehalten.

Die beiden neuen standardisierten Kundeninformationen, also zum einen das Produktinformationsblatt gemäß § 64 Abs. 2 Satz 3 WpHG n.F. sowie die formalisierte Kosteninformation nach § 63 Abs. 7 Satz 11 WpHG n.F. sollen in Zukunft so gestaltet werden, dass sie in der Praxis ohne Weiteres verwendet werden können.

Dabei steht es den Vertreibern frei, ob sie das standardisierte oder weiterhin das individuelle Informationsblatt nutzen.

Die Deutsche Kreditwirtschaft hat in ihrer Stellungnahme das Vorhaben des BMF begrüßt und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass die Vorgaben für die standardisierten Informationsblätter möglichst weitgehend an den aktuellen orientiert werden sollten. Fällt bei der Nutzung der standardisierten Informationsblätter erhöhter Aufwand an, kann es passieren, dass viele der Adressaten mit den gewohnten Informationsblättern weiterarbeiten werden.