Bauleistungen unterhalb des EU-Schwellenwerts sind grundsätzlich nach Abschnitt 1 Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen zu vergeben. Anzuwenden ist seit dem 1. Oktober 2016 Abschnitt 1 der VOB/A in der Ausgabe 2016 (BAnz AT 01.07.2016 B4) mit den Änderungen vom 1. Juli 2016 (Einführungserlass des BMUB vom 9. September 2016 – B I 7 -81063.6/1).

Zum Arbeitsprogramm des DVA für 2017/2018 gehört die „Fortsetzung der Überarbeitung der VOB/A erster Abschnitt“. Inhaltlich sind ein stärkerer Gleichklang von öffentlicher Ausschreibung und beschränkter Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb geplant sowie Anpassungen von Systematik und Einzelregelungen bei den Eignungsanforderungen und der Eignungsprüfung in Abschnitt 2 der VOB/A. Mit dem Wirksamwerden dieser Änderungen ist nicht vor 2018 zu rechnen. Die Regelungen für die E-Vergabe (vgl. § 13 Abs. 1 Nr. 1 VOB/A) werden voraussichtlich nicht geändert. Insbesondere ist derzeit keine Pflicht zur E-Vergabe für unterschwellige Vergaben geplant.

Daneben wird das zum 1. Januar 2018 in Kraft tretende Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und der kaufrechtlichen Mängelhaftung (BT-Drs. 18/8486, 18/11437) zur Überarbeitung von Teil B der VOB führen. Derzeit anzuwenden ist die VOB/B in der Ausgabe 2016 (BAnz AT 13.07.2012 B3 mit den Änderungen, veröffentlicht in BAnz AT 19.01.2016 B3 sowie der Berichtigung in BAnz AT 01.04.2016 B1 2016).