Düsseldorf, 26. März 2019 – Europa wird als Technologiestandort für innovative Unternehmen zunehmend attraktiv. Dies zeigt sich vor allem an der wachsenden Nachfrage an Patentschutz. Das Europäische Patentamt (EPA) verzeichnet in seinem Jahresbericht 2018 mehr als 174.000 angemeldete Patente, eine Steigerung von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast die Hälfte davon stammt von Anmeldern aus Europa. Deutschland hat unter den europäischen Ländern mit 15 % den größten Anteil (+ 4,7 % im Vergleich zu 2017). Auch Unternehmen aus den USA (25 %) und Japan (13 %) zeigen sich sehr aktiv und lassen ihre Innovationen zunehmend in Europa schützen (USA: + 2,7 % / Japan: + 3,9 %).

Die Medizintechnik ist mit knapp 14.000 der Bereich mit den meisten Anmeldungen. Das EPA meldet hier im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 5 Prozent. Auch in anderen Technologiefeldern wie Digital Communication, Computertechnologie, elektrische Maschinen und Transport zeigt die Tendenz deutlich nach oben. Am stärksten ist das Wachstum in der pharmazeutischen Industrie, deren Anmeldezahlen um 13,9 Prozent auf knapp 7.500 gestiegen sind.

Unter den europäischen Anmeldern haben kleine und mittlere Unternehmen mit 20 % einen relativ großen Anteil. Darüber hinaus sind auch Universitäten und öffentliche Forschungseinrichtungen mit 9 % gut vertreten.

„Die Zahlen des EPA zeigen, wie technologiegetrieben unsere Wirtschaft ist. Damit einher geht das starke Bewusstsein für den sicheren Schutz technischer Innovationen – auch und gerade auf europäischer Ebene“, sagt Gottfried Schüll, Patentanwalt und Partner von Cohausz & Florack.