Die Kapitalisierung der Zinsen ist zur Ende angekommen: Beim Zinsrechnung wird nur das Kapital –

und nicht mehr die schon fälligen Zinsen – in Betracht kommen. Genauso bestätigt das ausführende

Dekret der Comitato Interministeriale per il Credito e il Risparmio (CICR) Nr. 343, die am 3.08 erlassen

wurde, um das sog. „Decreto Banche“ vom Februar auszuführen und am 1.10 in Kraft treten

wird. Also legt dieses Dekret das Verbot des Zinseszinses deutlich fest. Die einzige Ausnahme dieses

Verbots betrifft die Vorzugszinsen, die neue Zinsen erzeugen können. Bezüglich der Kontokorrenten

oder der Zahlungskonten sollen weiterhin die Banken mit der gleichen periodischen Wiederkehr

die Habenzinsen und die Sollzinsen berechnen. Keine Ungleichmäßigkeit ist zwischen die Bank

und der Kunde möglich.

Darüber hinaus ist zugunsten des Kunden auch ein – nicht veränderbar zulasten des Kunden – Zeitraum

von 30 Tage verordnet, in dem die erzeugten Zinsen nicht fällig sind.

Folglich läuft der Rechtsprechungsstreit bezüglich des vorherigen art. 120 TUB aus. Vorher fragte

man sich, ob das Verbot unmittelbar wirksam war oder ein ausführendes Dekret brauchte. In diesem

letzten Sinn sprachen die Richter in Turin und Bologna; der Arbitro Bancario Finanziario und

die Corte di Cassazione, hingegen, hatten das Verbot schon als effektiv bezeichnet.

Heutzutage lässt das Dekret keine Zweifel mit der deutlichen Bestätigung der Kapitalisierung der

Zinsen.