Arbeitnehmer, die ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in Italien haben, aber außerhalb der Staatsgrenzen einer nichtselbständigen Tätigkeit nachgehen, müssen ihre ausländischen Einkünfte in üblicher Weise berechnen und dem Finanzamt gegenüber erklären. Dies bezieht sich auf diejenigen Einkünfte, die normalerweise in Italien steuerbar wären, wenn die betreffende Tätigkeit in Italien ausgeübt werden würde. Dies ergibt sich aus dem Beschluss Nr. 48/E/2013 der italienischen Finanzbehörde, welcher auf Art. 165 Abs. 10 TUIR (“testo unico delle imposte sui redditi”) Bezug nimmt. Diese Bestimmungen gelten für italienische Staatsbürger, die eine dauerhafte, nichtselbständige Tätigkeit im Ausland (i.S.d. Art. 51 Abs. 8-bis TUIR) in einem Staat ausüben, mit welchem Italien nicht ein solches Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat, das eine Besteuerung allein im ausländischen Staat vorsieht.