Aus steuerrechtlichen Gründen zögern Arbeitgeber, ihren Arbeitnehmern kostenlose Lademöglichkeiten für ihre Hybrid- und Elektrofahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr entsteht ab Januar 2017 Rechtssicherheit und Arbeitgeber bekommen einen Anreiz zur Errichtung von Ladeinfrastruktur.

1. Was wird steuerlich begünstigt?

a) Dem Arbeitnehmer gewährte Vorteile in Form des elektrischen Aufladens eines privaten Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers (oder eines verbundenen Unternehmens) werden steuerbefreit (§ 3 Nr. 46 EStG). Voraussetzung ist, dass die Lademöglichkeit vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn besteht.

Für Elektrofahrräder gilt die Regelung ausnahmsweise dann, wenn sie als Kraftfahrzeug einzuordnen sind. Dies ist bspw. nicht bei E-Bikes mit Tretunterstützung bis zu 25 km/h Höchstgeschwindigkeit und maximal 250 Watt starken Motoren der Fall.

b) Die Steuerbefreiung gilt ferner für die private Nutzung von zeitweise überlassenen betrieblichen Ladevorrichtungen.

c) Der Arbeitgeber erhält die Möglichkeit, geldwerte Vorteile aus der unentgeltlichen oder verbilligten Übereignung der Ladevorrichtung und Zuschüsse pauschal mit 25% Lohnsteuer zu besteuern (§ 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 6 EStG).

2. Für welchen Zeitraum gilt die Regelung?

Die Regelungen gelten befristet vom 01.01.2017 bis 31.12.2020 (§ 52 Abs. 4 und Abs. 37c EStG).

3. Teil eines Maßnahmenkatalogs

Die Steuerbefreiung ist Teil eines Maßnahmenkatalogs der Regierung zur Förderung der Elektromobilität. Dazu zählen bspw. ferner die Erleichterung für Wohnungseigentümer und Mieter, Ladesäulen anzubringen (dazu hier mehr) und die Verlängerung der Befreiung von Elektrofahrzeuge von der Kraftfahrzeugsteuer von bislang 5 Jahren auf 10 Jahre (§ 3d des Kraftfahrzeugsteuergesetzes).