In einem Schreiben an die Verbände hat die BaFin ihre Erwartungshaltung hinsichtlich der der Berechnungsgrundlage der vergangenen Wertentwicklung präzisiert. Danach ist bei der Darstellung der vergangenen Wertentwicklung in den wesentlichen Anlegerinformationen (wAI) geschlossener Publikums-AIF die modifizierte interne Zinsfußmethode („mIRR“) für alle Fälle anzuwenden.

Die Wertenwicklung eines Publikums-AIF stellt ein wesentliches Merkmal eines Investmentvermögens dar, vgl. §§ 270 Abs. 1, 166 Abs. 1 KAGB. Ziel der Darstellung der Wertentwicklung ist es, den Anleger in die Lage zu versetzen, Art und Risiken des Investmentvermögens zu verstehen und auf dieser Grundlage eine fundierte und informierte Entscheidung zu treffen.

Durch die Nutzung der modifizierten internen Zinsfußmethode soll der uneinheitlichen Darstellung der vergangenen Wertentwicklung in den wAIs der Gesellschaften begegnet, und somit eine Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet werden. Da die Kapitalverwaltungsgesellschaft die hierfür notwendigen Daten bereits aufgrund der Vorgaben hinsichtlich des AIFMD-Reporting vorzuhalten haben, entstünde den Gesellschaften kein zusätzlicher Aufwand.

Aus einer Stellungnahme der BaFin ergibt sich weiter, dass zusätzlich zu einer Darstellung der vergangenheitsbezogenen mIRR-Berechnungsmethode eine zukunftsbezogene Betrachtung auf Basis der Gesamtlaufzeit erforderlich sein kann. Die Erforderlichkeit einer solchen zukunftsbezogenen Betrachtung wird vor allem für solche Fälle zu bejahen sein, in denen die Vergangenheitsbetrachtung dem Anleger kein ausreichendes Verständnis der wirtschaftlichen Entwicklung des Fonds vermitteln kann.