Ein Unternehmensvertrag mit einer Aktiengesellschaft als abhängiger Gesellschaft kann gem. § 296 Abs. 1 AktG nur zum Ende des Geschäftsjahrs oder des sonst vertraglich festgelegten Abrechnungszeitraums aufgehoben werden. Handelt es sich bei der aus dem Unternehmensvertrag verpflichteten Gesellschaft um eine GmbH, ist hingegen umstritten, ob auch eine unterjährige Vertragsaufhebung wirksam ist. Der Autor befasst sich mit der Rechtslage nach einer nicht rechtskräftigen Entscheidung des OLG München vom 20. November 2013, die derzeit beim BGH unter dem Az. II ZR 384/13 anhängig ist. Das OLG München hatte darin seine Auffassung bestätigt, dass § 296 Abs. 1 AktG im GmbH-Vertragskonzern analog anzuwenden sei und eine unterjährige Vertragsaufhebung nicht in Betracht komme. Bis zur höchstrichterlichen Klärung der Frage rät der Autor von einer unterjährigen Vertragsaufhebung ab. Es bleibe nur die - aufwändige - Möglichkeit, das Geschäftsjahr der beherrschten Gesellschaft auf den gewünschten Beendigungstermin zu ändern, um so eine Aufhebung zum Ende des (geänderten) Geschäftsjahres zu ermöglichen. 

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