Per 1. Januar 2017 setzt der Schweizer Bundesrat einige Änderungen des Unfallversicherungsgesetzes (UVG) im Kraft, welche teilweise für den arbeitsrechtlichen Alltag relevant sind. Zu beachten sind insbesondere folgende Neuerungen:

  • Neu ist jeder Arbeitnehmer ab dem 1. Tag, an welchem der Arbeitsvertrag in Kraft tritt, in der Unfallversicherung des Arbeitgebers mitversichert, auch wenn es sich bei diesem Tag nicht um einen Arbeitstag handelt.
  • Nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses – bzw. nach dem Tag, an welchem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn endet – bleibt der Arbeitnehmer noch während 31 (anstatt wie bisher 30) Tagen in der Unfallversicherung des Arbeitgebers mitversichert. Wenn er vorher eine neue Stelle antritt, ist er ab diesem Zeitpunkt in der Unfallversicherung des neuen Arbeitgebers eingeschlossen.
  • Der Arbeitnehmer hat nach dem Austritt beim Arbeitgeber die Möglichkeit, für die Dauer von 6 Monaten – statt wie bisher 180 Tagen – eine Abredeversicherung bei der Unfallversicherung des Arbeitgebers abzuschliessen.

Der Arbeitgeber bleibt – wie bisher – verpflichtet, den Arbeitnehmer beim Ende des Arbeitsverhältnisses über die versicherungsrechtlichen Konsequenzen aufzuklären. Aus diesem Grund verfügen viele Arbeitnehmer über standardisierte Informationsblätter oder Passagen zur Aufklärung der Arbeitnehmer in Musterkündigungen oder Aufhebungsvereinbarungen. Diese Dokumente sind auf Grund der Änderungen anzupassen und mit den neuen Fristen (31 anstatt 30 Tage und 6 Monate anstatt 180 Tagen) zu versehen.