Gewähren Aktiengesellschaften ihren Vorstandsmitgliedern aktienbasierte Vergütungen, stellt sich die Frage einer Absicherung gegen Risikopositionen aus solchen Vergütungselementen. Der Autor untersucht die aktienrechtlichen Voraussetzungen sowohl für den Einsatz von Optionen auf eigene Aktien zur Absicherung von Übertragungsverpflichtungen unter Share Matching Plänen als auch für den Erwerb eigener Aktien zur Absicherung von Zahlungsverpflichtungen unter virtuellen Performance Share Plänen. Grundsätzlich seien beide Formen der Risikoabsicherung gestaltbar. Hierbei bestehe für Gesellschaften, deren Aktien an einer Börse gehandelt werden, größere Flexibilität als für Gesellschaften, bei denen dies nicht der Fall sei. Dies liege daran, dass sowohl im Fall des Erwerbs mittels Call-Optionen als auch im Fall des direkten Erwerbs und der Veräußerung von eigenen Aktien wegen § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 4 AktG stets dem Gleichbehandlungsgrundsatz des § 53a AktG genügen müsse.  Es liege auch kein nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 2 AktG verbotener Handel in eigenen Aktien vor, wenn die Gesellschaft durch Erwerb bzw. Veräußerung von Call-Optionen auf eigene Aktien oder durch direkten Erwerb und Veräußerung eigener Aktien die Absicherung von eigenen Risikopositionen aus aktienbasierten Vergütungsformen betreibe. 

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