Vor dem Hintergrund, dass sich die Leitungsorgane von Kapitalgesellschaften zunehmend Haftungsrisiken ausgesetzt sehen,  beleuchtet der Autor grundsätzliche Fragen der Managerhaftung im Rahmen von Unternehmenskäufen – speziell die Notwendigkeit, hierbei eine Due-Diligence-Prüfung durchzuführen. Dabei sei festzuhalten, dass eine generelle Pflicht zur Durchführung einer Due Diligence nicht bestehe, diese aber im Regelfall notwendig sei. Es sei in jedem Fall anhand der konkreten Informations- und Risikolage zu prüfen, ob eine Durchführung erforderlich sei. Es komme darauf an, ob die Transaktion einen für Unternehmen kritischen Umfang annehme oder ein damit einhergehendes Risiko nach dem Stand der Dinge eher zu vernachlässigen sei und ob eine kostspielige Due-Diligence-Prüfung in einem angemessenen Verhältnis zu den finanziellen und wirtschaftlichen Risiken der Transaktion stehe. Der Unternehmensleiter sollte den Entscheidungsvorgang für sich dokumentieren und auch nach einem etwaigen Ausscheiden aus dem Unternehmen aufbewahren, um später in der Lage zu sein nachzuweisen, dass er seine unternehmerische Entscheidung gemäß den Vorgaben der Business Judgment Rule getroffen habe.

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