Wann konnte Kurzarbeit („werktijdverkorting, abgekürzt wtv)“) beantragt werden?

Kurzarbeit konnte beantragt werden, wenn durch eine Krise, wie sie aktuell durch die Effekte der Corona-Maßnahmen verursacht wird, für mindestens 20 % der Belegschaft mindestens für 2, jedoch maximal für 24 Wochen keine Arbeit oder weniger Arbeit vorhanden war.

Die Kurzarbeitregelung war eine gesetzliche Regelung, die es auch bereits vor Corona gab. Diese diente dazu, Unternehmen zu unterstützen, die sich durch eine besondere Krise vorübergehend einem Rückgang der Arbeitsstunden ausgesetzt sahen. Anders gesagt: Es gab vorübergehend keine Arbeit mehr für (einen Teil der) Mitarbeiter und zwar aus Umständen, die nicht unter das normale unternehmerische Risiko fielen.

Wurde dem Antrag auf Kurzarbeit stattgegeben, dann konnte der Arbeitgeber eine Entschädigung der ihm entstehenden Lohnkosten beantragen. Dies erfolgte, indem der Arbeitgeber für jeden seiner von der genehmigten Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer im Umfang der im jeweiligen Fall reduzierten Stunden gegenüber dem niederländischen Staat Erstattungsansprüche gemäß dem niederländischen Arbeitslosengeldgesetz (wet werkloosheidsuitkering, abgekürzt WW) geltend machen.

Ein WW-Anspruch betrug während der ersten 2 Monate 75 % des maximalen Tageslohnsatzes (€ 219,28 x 75 % = € 164,46) und danach 70 % des maximalen Tageslohnsatzes (= € 153,50).

Neu: Lohnsubventionierung

Am Dienstagabend, dem 17. März, wurde das Programm zur Arbeitszeitverkürzung (Wtv) als Folge des Notfallpakets für Beschäftigung und Wirtschaft eingestellt. Das Wtv wird durch die temporäre Notfallüberbrückung zur Erhaltung der Arbeit (NOW) ersetzt. Dieser Lohnkostenzuschuss subventioniert bis zu 90% der Lohnkosten für einen Zeitraum von drei Monaten (mit der Möglichkeit der Verlängerung).

Bedingungen Als Bedingungen werden genannt:

  • Mit dem Antrag verpflichtet sich der Arbeitgeber im Voraus, während der Zeit, für die die Subvention erhalten wird, für seine Mitarbeiter keine betriebsbedingte Kündigung zu beantragen.
  • Der Antragsteller erwartet mindestens 20% Umsatzverlust.
  • Der Antrag gilt für einen Zeitraum von drei Monaten, der einmalig um weitere drei Monate verlängert werden kann (die Verlängerung kann an weitere Bedingungen geknüpft werden).
  • Die Regelung sieht eine Reduzierung des Umsatzes ab dem 1. März 2020 vor.

Höhe des Lohnkostenzuschusses

Die Höhe des Lohnkostenzuschusses richtet sich nach dem Umsatzrückgang, maximal 90% der Lohnsumme. Nachstehend finden Sie einige Beispiele dafür, wie das Verhältnis zwischen dem Umsatzrückgang und der Höhe der Zulage aussieht:

  • Wenn 100 % des Umsatzes verloren gehen, beträgt die Vergütung 90 % der Lohnsumme eines Arbeitgebers;
  • Wenn 50% des Umsatzes verloren gehen, beträgt die Entschädigung 45% der Lohnsumme eines Arbeitgebers;
  • bei einem Umsatzverlust von 25 % beträgt der Beitrag 22,5 % der Lohnsumme des Arbeitgebers.

Auf der Grundlage Ihres Antrags wird die UWV (die zuständige Arbeits- und Sozialbehörde) einen Vorschuss in Höhe von 80% des voraussichtlichen Zuschusses leisten. Danach wird der tatsächliche Umsatzrückgang ermittelt. Bei Anträgen, die über eine noch festzulegende Zuschusshöhe hinausgehen, ist ein Prüfbericht eines Wirtschaftsprüfers erforderlich.

Im Rahmen der endgültigen Feststellung der Höhe des Zuschusses findet eine Korrektur statt, wenn die Lohnkosten gesunken sein sollten. Auf der Grundlage der vorzulegenden Zahlen kann also rückwirkend festgestellt werden, ob der Vorschuss zu hoch oder zu niedrig bemessen war, und kann die definitive Zuschusshöhe festgestellt werden. Diese kann eine Nachzahlung oder eine (teilweise) Rückforderung zur Folge haben.