Am 25. Mai veröffentlichte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) die aktualisierte Fassung ihrer Questions and Answers (Q&A) on the application of the Undertakings for the Collective Investment in Transferable Securities Directive (UCITS).

Im Rahmen dessen fügte ESMA eine neue Sektion IX – Vergütung – hinzu in der sie klarstellt, dass die Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit der Vergütung gemäß Artikel 69 Absatz 3 Lit. a) der OGAW-Richtlinie auch für das Personal des Unternehmens (beauftragte Dritte) gilt, auf das die OGAW-Verwaltungsgesellschaft Aufgaben der Anlageverwaltung (einschließlich des Risikomanagements) übertragen hat.

ESMA zeigt dabei 2 Wege auf, diese Anforderungen zu erfüllen:

1. Wenn der beauftragte Dritte bereits mit der OGAW-Richtlinie vergleichbaren regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Offenlegung der Vergütung unterliegt, darf die OGAW-Verwaltungsgesellschaft hinsichtlich der eigenen Offenlegungspflicht auf diese Informationen zurückgreifen.

2. Andernfalls sollten geeignete vertragliche Vereinbarungen mit dem beauftragten Dritten getroffen werden, die es der Verwaltungsgesellschaft ermöglichen, die Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit den OGAW-Vergütungen einzuhalten

In beiden Fällen kann die Offenlegung auf aggregierter Basis erfolgen, d. h. die Darstellung eines Gesamtbetrags für alle beauftragten Dritten der Verwaltungsgesellschaft in Bezug auf den betreffenden OGAW.

Durch die Anpassung dieser Q&A soll ein Gleichlauf zu den Questions and Answers on Application of the AIFMD vom 05. Oktober 2017 hergestellt werden.