Das Bundeskartellamt hat gegen die Facebook Inc. mit Sitz in den USA sowie die irische und deutsche Facebook-Tochter ein Verwaltungsverfahren eingeleitet. Die Behörde prüft, ob Facebook bei der Fassung der Nutzungsbedingungen für die Plattform gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstößt und insoweit ihre beherrschende Stellung im Markt für soziale Netzwerke missbraucht. Speziell betrachtet das Amt einen sog. Konditionenmissbrauch, indem das Unternehmen gegenüber den Facebook-Nutzern unangemessene Vertragsbedingungen durchsetzt. Facebook nutzt die Daten, damit Werbekunden den Facebook-Nutzern gegen Entgelt individualisierte Werbeangebote unterbreiten können. Die Einwilligung in die Datennutzung sei nur schwer nachzuvollziehen. Das Bundeskartellamt arbeitet im Verfahren gegen Facebook neben Datenschutzbeauftragten und Verbraucherschutzverbänden insbesondere mit weiteren Kartellbehörden und der EU-Kommission zusammen. Die EU-Kommission hat mitgeteilt, in dieser Hinsicht voraussichtlich kein eigenes Verfahren gegen Facebook einzuleiten.