Diejenigen, die sich in U.S. Streitigkeiten gut auskennen, wissen auch, dass man die Anwaltskosten normalerweise selbst tragen muss, egal ob als Kläger oder Beklagter. Im Jahre 2014 hat der Oberste US-Gerichtshof die Chancen erhöht, dass der Verlierer einer Patentstreitigkeit die Anwaltskosten der Gegenseite doch erstatten muss. See Octane Fitness, LLC v. ICON Health & Fitness, Inc., 134 S. Ct. 1749 (2014). Das zugrundeliegende Gesetz, 35 U.S.C. § 285, selbst ist nicht neu. Der Oberste Gerichthof befand jedoch, dass es im Hinblick auf den Kostenersatz zu eng ausgelegt worden ist. Nach Octane Fitness achten IP-Anwälte sehr auf Anwaltskostenurteile im Bereich Patente, besonders in den (immer noch seltenen) Umständen, wo der Velierer tatsächlich bezahlen muss. Die Intellectual Property Owners Association ("IPO") hat die relevanten Urteile aus dem Jahre 2016 für Sie zusammengestellt. Die Zeit wird zeigen, ob eine mögliche Kostenerstattungspflicht die sog. "Trolls" abschrecken wird.