Die WSW Energie und Wasser AG („SW Wuppertal“) hat im Oktober 2015 einem Vergleich zur Zahlung von EUR 15 Mio. zugestimmt. Diesen Betrag muss das Versorgungsunternehmen zur Beendigung des Missbrauchsverfahrens vor dem Bundeskartellamt seinen Wasserkunden bis Mitte des Jahres 2016 zurückzahlen. Die Behörde hatte der SW Wuppertal vorgeworfen, zwischen dem Jahr 2009 und April 2013 Preise verlangt zu haben, die oberhalb derjenigen vergleichbarer Versorgungsgebiete lagen. In seiner Bewertung habe das Bundeskartellamt die besonderen Bedingungen der Wasserversorgung in Wuppertal berücksichtigt. Diese seien schwierig, z. B. wegen der Höhenunterschiede im Stadtgebiet, mehreren Talsperren und Wasserwerken, Reservekapazitäten und aufgrund des Bevölkerungsrückgangs. Dennoch sei dadurch höchstens ein Teil der Preisüberhöhung gerechtfertigt. Da es bis zuletzt Streit über Einzelheiten des Sachverhalts und dessen Bewertung gab, wirkte das Amt zur Vermeidung eines langjährigen Rechtsstreits für den vergangenen Sachverhalt auf eine Beendigung im Wege der Einigung hin. Da die SW Wuppertal zwischenzeitlich als Eigenbetrieb rekommunalisiert wurden, konnte keine künftige Absenkung der Preise nach Mai 2013 angeordnet werden.