Für die Geltendmachung des Spitzenausgleichs müssen Unternehmen des Produzierenden Gewerbes neben der Entnahme von Strom/Energieerzeugnissen für betriebliche Zwecke und dem zertifizierten Energie- oder Umweltmanagementsystem bzw. einem alternativen Systems auch bestimmte Energieeffizienzziele erreichen, vgl. § 10 Abs. 6 des Stromsteuergesetzes (StromStG), § 55 Abs. 7 des Energiesteuergesetzes (EnergieStG). Diese Voraussetzung ist keine unternehmensindividuelle Voraussetzung, sondern wird vielmehr für das gesamte Produzierende Gewerbe innerhalb Deutschlands überprüft (sog. Glockenlösung). Dabei wird für das jeweilige Antragsjahr geprüft, ob sich die Energieintensität in dem Bezugsjahr gegenüber dem Basiswert der jahresdurchschnittlichen Energieintensität in den Jahren 2007 bis 2012 um den Zielwert reduziert hat. Am 6. Januar 2016 hat das Bundeskabinett auf der Grundlage eines Monitoringberichts des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung festgestellt und bekanntgegeben, dass die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland im für das Antragsjahr 2016 maßgeblichen Bezugsjahr 2014 den Zielwert zur Reduktion der Energieintensität vollständig erreicht haben. 30 Der Zielwert war mit 2,6 Prozent vorgegeben; die tatsächliche Reduktion be­trug jedoch 8,9 Prozent gegenüber dem Basiswert. Der Spitzenausgleich kann somit auch im Jahr 2016 in voller Höhe gewährt werden