Derzeit deutet vieles auf eine baldige Aufhebung der US-Sanktionen gegen den Iran hin. Bereits jetzt identifizieren Unternehmen geeignete Handels- und Kooperationspartner im Iran (siehe hierzu > Neue Chancen im Irangeschäft). Im Zuge dessen bietet es sich an, die Geschäftsmöglichkeiten im Iran direkt vor Ort auszuloten und Geschäftspartner dort zu treffen. Geschäftsreisende sollten sich eine solche Iranreise gleichwohl gut überlegen, da diese ihnen zukünftig die Einreise in die USA erschweren dürfte.

Bislang können Touristen und Geschäftsreisende aus 38 Ländern, darunter Deutschland, bis zu einer Dauer von neunzig Tagen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie u.a. im Besitz einer elektronischen Einreiseerlaubnis durch das Electronic System for Travel Authorization („ESTA“) sind. Hierbei wird vom Department of Homeland Security eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung durchgeführt.

Am 18. Dezember 2015 verabschiedete der US-Kongress in Reaktion auf die Terroranschläge in Paris und San Bernardino ein Gesetz zur Änderung des „Visa Waiver Program“. Mit den nun beschlossenen Änderungen werden Reisende, die seit dem 1. März 2011 im Irak, Iran, Syrien oder Sudan waren bzw. eine doppelte Staatsangehörigkeit eines dieser Länder besitzen, weitestgehend von der Teilnahme am „Visa Waiver Program“ ausgeschlossen. Auch bereits erteilte ESTA-Einreiseerlaubnisse für diesen Personenkreis sollen mit Umsetzung des Gesetzes ihre Gültigkeit verlieren. Es wird erwartet, dass die Änderungen bis Ende Januar 2016 in Kraft gesetzt werden. Das US-Ministerium für Heimatschutz arbeitet derzeit an der Umsetzung des Gesetzes. Geschäftsreisende, die den Iran besuchen, müssen bei anschließender Reise in die USA vorab bei US-Botschaften oder US-Konsulaten ein Visum beantragen.