Die beiden letzten vom Bundesgericht publizierten Urteile sind abschreckende Beispiele, wie Rechtsmittelverfahren nicht geführt werden dürfen. Sie endeten beide mit Nichteintretensentscheiden.

Im Entscheid vom 29. Februar 2016 (2C_188/2016) ging es um eine Steuerpflichtige, die für Sportclubs Sponsoringleistungen erbracht hat. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer), das einen steuerbaren Leistungsaustausch für die Jahre 2005 bis 2008 festgestellt hat, zog sie mit Beschwerde vor das Bundesgericht.

Das Bundesgericht gibt der Beschwerdeführerin eine Lehrstunde und führt aus: “Die Begründung hat sachbezogen zu sein; die Beschwerde führende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen plausibel aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll . Besonderes gilt hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz. Diese sind für das Bundesgericht verbindlich, es sei denn, die Partei zeige auf, dass sie qualifiziert falsch oder in Verletzung von Verfahrensvorschriften getroffen worden sind; entsprechende Mängel sind spezifisch geltend zu machen und zu begründen, sofern sie nicht ins Auge springen.”

Die Beschwerdeführerin hat sich darauf beschränkt hat, zu erklären, ein Leistungsaustausch liege nicht vor. Sie hat damit in keiner Weise aufgezeigt, dass bzw. in welcher Hinsicht das BVGer den wirtschaftlichen Sachverhalt qualifiziert unrichtig festgestellt hätte. Die Beschwerde war somit offensichtlich ungenügend begründet, weshalb das Bundesgericht auf die Beschwerde gar nicht eingetreten ist. Die Gerichtskosten von CHF 1’000 waren somit zum Fenster raus geworfenes Geld.

Noch schlimmer erging es der Steuerpflichtigen im Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2016 (2C_185/2016). Gegen die Verfügung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) vom 8. Oktober 2014 hat die Steuerpflichtige am 16. April 2015 (!) Einsprache erhoben. Auf die Einsprache ist die ESTV wegen Ablauf der 30 tägigen Einsprachefrist genauso wenig eingetreten, wie anschliessend das BVGer und nun das Bundesgericht.

Die beiden Verfahren zeigen einmal mehr, wie wichtig die prozessualen Aspekte von Rechtsmittelverfahren sind.