Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 6. Oktober 201541 entschieden, dass Wechselrichter, in denen der in Photovoltaikmodulen in Gleichspannung erzeugte Strom in (notwendige) Wechselspannung umgewandelt wird, Neben- und Hilfsanlagen im Sinne des § 12 Abs. 1 Nr. 1 der Stromsteuer-Durchführungsverordnung (StromStV) sind. Demnach ist der zum Betrieb solcher Wechselrichter eingesetzte Strom (beispielsweise für die Kühlung oder Beheizung) nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 des Stromsteuergesetzes (StromStG) von der Stromsteuer befreit. Begründet hat der BFH die Entscheidung unter anderem damit, dass der in den Photovoltaikmodulen erzeugte Strom marktfähig sein muss. Dafür sei es erforderlich, dass der Strom in den Wechselrichtern in Wechselspannung umgewandelt wird, so dass er in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist werden kann. Insofern kann für den Betriebsstrom von Wechselrichtern die Stromsteuerbefreiung nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 StromStG mit entsprechender Erlaubnis nach § 9 Abs. 4 StromStG als Stromsteuerbefreiung geltend gemacht oder über einen Entlastungsantrag nach § 12a StromStV als Stromsteuerentlastung beansprucht werden.