Die EU-Kommission hat wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell mit Denso gegen Melco (Mitsubishi Electric) und Hitachi Geldbußen von gerundet EUR 137,8 Mio. verhängt. Denso hingegen wurde die Geldbuße erlassen. Das Unternehmen hatte die Kommission als Kronzeuge erst von dem Kartell in Kenntnis gesetzt. Auch Melco und Hitachi räumten ihre Kartellbeteiligung ein und stimmten einem Vergleich zu, weshalb die Kommission ihre Geldbußen entsprechend der Mitteilung über Vergleichsverfahren um 10 % reduzierte. Die drei japanischen Autoteile-Hersteller stimmten mehr als fünf Jahre lang ihre Preise für Generatoren und Anlasser ab und teilten Kunden und Projekte mit Bezug zu diesen beiden zentralen Automobilbauteilen untereinander auf. Auch wenn das wettbewerbswidrige Verhalten an sich außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) stattfand, wirkte sich das Kartell auch auf europäische Kunden aus, da die Generatoren und Anlasser auch direkt an Automobilhersteller im EWR vertrieben wurden.