Die Bundesnetzagentur hat am 22. April 2016 für den Gasbereich die Vorgaben zur Durchführung der Kostenprüfung zur Bestimmung des Ausgangsniveaus für die dritte Regulierungsperiode ab 2018 festgelegt. 9 Entwurfsfassungen wurden zwar schon seit Ende 2015 konsultiert, die verbindliche Festlegung fehlte aber bislang, obwohl im Regelverfahren die Frist zur Übermittlung der Kostendaten zum 1. Juli 2016 endet. Nur im vereinfachten Verfahren ist davon abweichend nun eine Verlängerung der Frist zur Datenübermittlung bis zum 1. September 2016 vorgesehen. Anders als noch in der Konsultationsfassung, ist die Vorlage einer Liquiditätsrechnung zum Nachweis des betriebsnotwendigen Umlaufvermögens nun doch nicht verpflichtend. Im Rahmen von bezogenen Dienstleistungen sind nur die zehn wertmäßig größten Dienstleistungen anzugeben. Die Festlegung und die Kostenprüfung erfolgt nicht nur vor dem Hintergrund der anstehenden Novellierung der Anreizregulierung. Einige in letzter Zeit ergangene und noch nicht rechtskräftige Entscheidungen verschiedener Beschwerdegerichte, insbesondere zu Fragen des betriebsnotwendigen Umlaufvermögens und zur Bestimmung des Abzugskapitals bei Bildung der Basis für die Eigenkapitalverzinsung und zu Einzelfragen der Kostenprüfung im Rahmen von Pachtmodellen, sind gleichermaßen von Bedeutung.10 Es ist zu erwarten, dass die laufende Kostenprüfung im Gasbereich auf die Kostenprüfung im Strombereich im kommenden Jahr ausstrahlt.