Am Montag hat die SEC ihren jährlichen sog. „Dodd-Frank Whistleblower Program“ Report für den US Kongreß vorgestellt. Das „Office of the Whistleblower“ geht auf den sog. „Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act“ aus dem Juli 2010 zurück. Seit August 2011 arbeitet diese Abteilung der SEC nach den dortigen neuen Regeln.

Der Bericht für das Geschäftsjahr 2015 weist mehrere Rekorde aus. So wurde die zwar bereits in 2014 festgelegte Rekordzahlung von 30 Millionen USD im Januar 2015 ausbezahlt. In 2015 wurden zusammen rund 37 Millionen USD der insgesamt seit August 2011 rund 54 MillionenUSD an Whistleblower bezahlt. Erstmals wurde ein Unternehmen wegen Behinderung verurteilt, namentlich wegen der Verwendung von Geheimhaltungsabreden im Rahmen einer internen Untersuchung, die es den Mitarbeitern verboten, ohne vorherige Freigabe durch die Rechtsabteilung mit Dritten und damit im Ergebnis auch mit der SEC zu sprechen.

Interessant auch ein Blick auf die regionale Verteilung. Innerhalb der USA stammen allein 646 der rund 3.000 Hinweise des Geschäftsjahres 2015 aus dem Staat Kalifornien. International haben die (ehemaligen) Commonwealth-Länder ein deutliches Übergewicht. Unter den ersten fünf Nationen liegen UK (72), Kanada (49), VR China (43), Indien (33) und Australien (29). Deutschland rangiert mit 8 Hinweisen im unteren Mittelfeld.