Das Bundeskartellamt hat nach der Pressemitteilung vom 8. Dezember 2015 im Rahmen eines Kartellordnungswidrigkeitenverfahrens Geldbußen in Höhe von insgesamt EUR 12,44 Mio. gegen drei Herausgeber von Anzeigenblättern und deren Verantwortliche verhängt. Die Unternehmen Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG, die WM Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG sowie die Dresdner Druck & Verlagshaus GmbH & Co. KG hätten in kartellrechtswidriger Weise die Einstellung miteinander konkurrierender Anzeigenblätter und damit den „Abkauf von Wettbewerb“ abgesprochen. Das Bundeskartellamt berichtet, nach der Absprache sei das in der Region Chemnitz von der Dresdner Druck & Verlagshaus GmbH & Co. KG und der WM Beteiligungs- und Verwaltungs- GmbH & Co. KG herausgegebene Anzeigenblatt „WochenSpiegel Sachsen“ eingestellt worden. Dieses Anzeigenblatt habe im Wettbewerb mit dem Anzeigenblatt „Blick“ der Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG gestanden. Im Gegenzug habe die Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG zugesagt, ihr in Dresden erscheinendes Anzeigenblatt „Sächsischer Bote“ zugunsten der dort erscheinenden Anzeigenblätter von WM Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG („Wochenkurier“) und Dresdner Druck & Verlagshaus GmbH & Co. KG („DaWo“ und „FreitagsSZ“) einzustellen.