Die Ursprungsregeln unter den Freihandelsabkommen können mitunter kompliziert sein. Eine zusätzliche Schwierigkeitsstufe wird erklommen, wenn dann noch die diagonale Kumulation beachtet werden soll. Nun werden auch die Ursprungsregeln des „Übereinkommens über die Paneuropa-Mittelmeer-Präferenzursprungsregeln“ (PEM-Übereinkommen) seit dem 1. Februar 2016 angewendet. Dies hat die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) vor kurzem bekannt gegeben. Aus diesem Grund haben wir eine grafische Übersicht erstellt, welche die verschiedenen Kumulationsmöglichkeiten darstellt.

Die neuen Kumulationsmöglichkeiten wurden aufgrund der Anpassung des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und der EU geschaffen. Dadurch wird eine neue Kumulationszone zwischen den EFTA-Staaten, der EU und den Westbalkanstaaten geschaffen. Diese wie auch die „alte“ paneuropäische Kumulationszone eröffnen den Wirtschaftsbeteiligten weitreichende – aber auch komplexe – Möglichkeiten der Ursprungskumulation unter den Präferenzregeln der Schweiz.

Zur Veranschaulichung haben wir eine grafische Übersicht erstellt, welche die verschiedenen Kumulationsmöglichkeiten – seit 1. Februar 2016 auch mit den Westbalkanstaaten – darstellt.

Click here to view image.

Da diese Übersicht den Fokus auf die neue Kumulationszone legt, sind nicht alle Kumulationsmöglichkeiten aufgezeigt.

Im Zirkular der EZV (abzurufen auf der Seite Zirkulare Freihandelsabkommen (Ursprung), Kategorie EU auf der Homepage der EZV) sind die weiteren Details zusammengefasst. Dieses Zirkular nennt auch die Übergangsbestimmungen: Die Kumulation kann seit dem 1. Februar 2016 angewendet werden und zwar auch für Waren, welche bereits vor diesem Zeitpunkt mit einem gültigen Ursprungsnachweis in die Schweiz eingeführt wurden.

Insbesondere für Unternehmen, welche Handel mit den Westbalkanstaaten betreiben, ist es zu empfehlen, die Auswirkungen der neuen Kumulationsmöglichkeiten zu analysieren. Aber auch für andere Unternehmen.