The amended Universal Services Directive 2002/22/EC requires EU Member States to ensure that their respective national regulatory authorities are able to oblige all providers of publicly available telephone services to make "itemised bills" available to their subscribers on a free of charge basis. Such bills identify in particular details such as the number called, date and time of call, call duration and the cost of separate calls. Thus, subscribers should be able to control the charges they have incurred and, consequently monitor, their usage and expenditure.

Austrian telecoms rules

Until 2011, section 100 para 1 Austrian Telecommunications Act 2003 (Telekommunikationsgesetz 2003, TCA) stipulated that a subscriber can request to receive his/her itemised bill on paper from his public communication service provider without incurring any costs. Since the Act’s 2011 amendments, the provision now additionally requires providers to give subscribers with the option of receiving bills in either electronic or paper form when they conclude their contract. Moreover, the option of receiving a paper bill free of charge must not be excluded by the contract.

Relevant Case-Law

Already in a 2012 judgment (4 Ob 141/11f) Austria’s Supreme Court of Justice (Oberster Gerichtshof) found – even without a specific provision such as section 100 para 1 TCA as amended in 2011 – that a provider of services such as telephony services is obliged to issue a paper bill free of charge.

In a judgment published recently (4 Ob 143/14d), the Court confirmed that an explicit right on the part of the subscriber to receive a bill was introduced only with the 2011 amendments to section 100 para 1 TCA. In its view, the previous wording only regulated the form of the itemised bill to be provided to a subscriber (in the Court’s view, there is a need to distinguish between "itemised billing" as provided for by the EU rules and billing in general). However, the Court clarified that that section 100 para 1 TCA does not entitle a subscriber to request both an electronic bill and a paper bill on a free of charge basis.

The Court left open the question of whether the subscriber has the right to change the form of the bill at a later stage, as this issue was ultimately not at stake in the case at hand. The Court also did not directly deal with the impact that 2011 TCA amendments have on those contracts concluded before the amendments’ entry into force. However, the Court found that section 100 TCA could be interpreted as granting subscribers with existing contracts the right to change from receiving a paper bill to electronic billing or vice versa.

It remains unclear how the Court’s findings could be applied to, for example, prepaid contracts, for which where bills are regularly issued only upon purchase or topping-up. Nevertheless, it is worth noting that the Ordinance on Itemised Billing (Einzelentgeltnachweisverordnung, Federal Law Gazette II 2011/414 as amended) issued by the regulatory authority RTR already specifies that an itemised bill in paper form must be granted to authenticated subscribers to a prepaid service at their request.

Telekom-Verträge: Elektronische und/oder Papierrechnung?

Rechtsrahmen auf EU-Ebene

Nach der novellierten Universaldienstrichtlinie 2002/22/EC müssen es die EU Mitgliedstaaten ermöglichen, dass die jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden die Erbringer öffentlicher Telefondienstleistungen verpflichten, ihren Teilnehmern "Einzelentgeltnachweise" unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Solche Nachweise weisen insb die angerufene Nummer, das Datum, die Zeit, die Anrufdauer sowie die dadurch bewirkten Kosten aus. Dadurch sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, die ihnen verrechneten Entgelte zu kontrollieren und in der Folge ihre Ausgaben und Ihre Inanspruchnahme des Telefondienstes zu überwachen.

Österreichisches Telekommunikationsrecht

Bis zum Jahr 2011 sah § 100 Abs 1 Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG) vor, dass ein Teilnehmer – auf Verlangen – die Möglichkeit haben muss, unentgeltlich einen "Einzelentgeltnachweis" zu erlangen. Seit der TKG-Novelle 2011 verlangt diese Bestimmung nun außerdem, dass dem Teilnehmer bei Vertragsabschluss die Möglichkeit eingeräumt werden muss, eine Rechnung in elektronischer oder in Papierform zu erhalten. Ebenso wird angeordnet, dass die Möglichkeit, eine Papierrechnung unentgeltlich zu erhalten, nicht vertraglich ausgeschlossen werden darf.

Einschlägige Rechtsprechung

Bereits in einer Entscheidung aus dem Jahr 2012 (4 Ob 141/11f) hielt der Oberste Gerichtshof (OGH) fest, dass ein Telefondienstleister auch ohne die Regelung des § 100 Abs 1 TKG schon aufgrund seiner Rolle als "Dienstleister" verpflichtet wäre, Papierrechnungen unentgeltlich auszustellen.

In einer erst kürzlich publizierten Entscheidung (4 Ob 143/14d) bestätigte der OGH, dass ein Anspruch eines Teilnehmers auf eine "Rechnung" erst mit der Novelle 2011 in § 100 Abs 1 TKG verankert worden ist. Nach Ansicht des Gerichtshofes wurde davor in dieser Bestimmung lediglich die Form des dem Teilnehmer auszustellenden "Einzelentgeltnachweises" geregelt (ein solcher Nachweis unterscheidet sich nach Ansicht des OGH von einer "Rechnung"). Der Gerichtshof stellte jedoch klar, dass § 100 Abs 1 TKG jedoch keinen Anspruch auf eine Rechnung sowohl in elektronischer Form wie auch in Papierform einräumt.

Da es letztlich nicht Beurteilungsgegenstand des anhängigen Rechtsstreits war, ließ der Gerichtshof offen, ob ein Teilnehmer auch zu einem späteren Zeitpunkt die gewählte Form der Rechnung noch ändern kann. Ebenso setzte er sich nicht unmittelbar mit den Auswirkungen der Neufassung des § 100 Abs 1 TKG auf vor dem Inkrafttreten dieser Bestimmung abgeschlossene Verträge auseinander. Er sprach jedoch in einem Beisatz aus, dass man aus § 100 Abs 1 TKG auch für solche Teilnehmer ein Wahlrecht ableiten könnte.

Unklar bleibt weiterhin, wie etwa diese Feststellungen des OGH zB auf Wertkartenverträge (also für Prepaid-Teilnehmer) übertragen werden können. Für solche Teilnehmer werden Rechnungen in der Regel nur im Zuge des Kaufs oder des Wiederaufladens ausgestellt. Unbeschadet dessen sieht jedoch ohnehin die von der Regulierungsbehörde RTR erlassene Einzelentgeltnachweisverordnung (BGBl II 2011/414 idgF) vor, dass auch Prepaid-Teilnehmern ein Einzelentgeltnachweis auf Wunsch in Papierform zur Verfügung zu stellen ist.