Die Deutsche Bahn hat sich mit drei Fluggesellschaften (Nippon Airways, SAS und Cargolux) in den USA außergerichtlich geeinigt. Vor dem Landgericht Köln hatte die DB Schenker vor ungefähr einem Jahr gegen insgesamt zehn Fluggesellschaften, u.a. die Lufthansa, Schadensersatzklagen in Höhe von insgesamt ca. EUR 1,2 Mrd. und EUR 560 Mio. Zinsen wegen kartellrechtswidriger Preisabsprachen mit Blick auf Treibstoff- und Sicherheitszuschläge erhoben. In New York hatte DB Schenker gegen sieben Airlines Ansprüche in Höhe von ca. USD 370 Mio geltend gemacht. Gegen das Luftfrachtkartell hatte die Europäische Kommission im November 2010 Geldbußen in Höhe von ca. EUR 790 Mio. verhängt. Die Lufthansa war als Kronzeugin nicht mit einem Bußgeld belegt worden. Den vorgenannten Beschluss der Europäischen Kommission hob das Europäische Gericht indes am 16. Dezember 2015 wegen Divergenzen zwischen verfügendem Teil und Begründung auf (Rs. T-9/11 u.a.). Die Unternehmen könnten insbesondere nicht genau Art und Umfang der zur Last gelegten Zuwiderhandlung(en) bestimmen, was nicht mit dem Grundsatz auf effektiven Rechtsschutz vereinbar sei.