In welchen Situationen kommt eine Mediation in Betracht?

Es gibt zahlreiche Situationen, gerade im arbeitsrechtlichen Bereich, die Konflikte mit sich bringen:

  • Konflikte von Arbeitnehmern untereinander
  • Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern
  • Konflikte zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat
  • Konflikte unter den Mitgliedern des Betriebsrats
  • Konflikte des Betriebsrats mit anderen Arbeitnehmervertretergremien
  • Konflikte zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft

6 gute Gründe für die Mediation

  • Die Parteien verhandeln und bestimmen in der Sache selbst, was passiert. Sie haben das Verfahren in der Hand. Sie verhandeln im geschützten Raum unter strenger Vertraulichkeit. Das unterscheidet Mediations- von Gerichtsverfahren.
  • Das Mediationsverfahren ist organisiert, strukturiert und wird durch den Mediator geleitet. Das Verfahren unterliegt besonderen Regeln und der Mediator setzt dort an, wo es Richter oder Schiedsrichter allein zeitlich in der Regel nicht können: Auf der Beziehungsebene zwischen den Parteien. Der Mediator entscheidet aber nicht, das tun allein die Parteien! Das unterscheidet die Meditation von Schieds- und Schlichtungsverfahren.
  • Die Mediation ist ihren Preis wert. Wie viel Zeit, Mitarbeiterkapazitäten und Geld verwenden Arbeitgeber regelmäßig für „besondere“ Konfliktsituationen? Ein gut geführtes Mediationsverfahren ist in der Regel zeitlich überschaubar und endet in einer Vereinbarung. Das schont Ressourcen im Unternehmen.
  • Das Mediationsverfahren ist schnell. Die meisten Mediationsverfahren sind binnen eines Tages abgeschlossen.
  • Das Mediationsverfahren ist tailor-made: Es passt sich den Bedürfnissen der Parteien und deren Interessen an – und nicht anders herum. Während bei einem gerichtlichen Vergleich und erst recht bei einer gerichtlichen Entscheidung selten einer gewinnt, sondern in der Regel alle Parteien (ihr Gesicht) verlieren, enden die Mediationsverfahren mit einer Vereinbarung zwischen den Parteien. Das ist mehr als ein Kompromiss. Das ist ein Konsens, eine Win-win-Situation.
  • Das Mediationsverfahren schont und schützt Reputation und das Employer Branding: In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und geänderter Bewerberanforderungen ist die Reputation und das Employer Branding eines Unternehmens sehr wichtig. Bewerber fragen heute nicht mehr nur nach finanziellen Konditionen, sondern auch nach Kultur und Umgang miteinander im Unternehmen. Ein individuelles und auf Konsens gerichtetes Konfliktmanagementsystem, wozu die Mediation gehört, ist auch ein Marketingtool für ein Unternehmen.

Fazit

Das Mediationsverfahren kann ein sinnvolles Instrument zur Konfliktlösung sein, schont Ressourcen und Nerven, führt in der Regel zu schnellen Ergebnissen – und wenn es in einem solchem Verhandlungsrahmen einen Kaffee gibt, ist es mehr als ein Plauderstündchen.