Bereits im September letzten Jahres hatten sich zwei Formel 1 Teams formal bei der EU-Kommission wegen missbräuchlicher Praktiken der Formula One Group beschwert. Diese bevorzuge die etablierten Teams durch jährliche Zahlungen von mehr als GBP 155 Mio. Bernie Ecclestone, Geschäftsführer der Formula One Group, hatte sich gegenüber britischen Medien dahingehend geäußert, dass das Stimmgewicht der Formel 1-Motorenhersteller Mercedes und Ferrari innerhalb der die Regeln des Sports bestimmenden F1 Kommission zu einem Kartell führe. So belieferten die beiden Motorenhersteller acht der 11 Formel 1 Teams, die grundsätzlich nicht gegen ihre Motorenlieferanten stimmten, was Mercedes und Ferrari einen überproportional großen Einfluss in dem Entscheidungsgremium beschere, mit dem wettbewerbsfördernde Änderungen des Sports regelmäßig verhindert würden. Mercedes und Ferrari wiesen die Vorwürfe auch mit Unterstützung des weiteren Motorenherstellers Renault zurück. Die EU-Kommission möchte in Kürze entscheiden, ob sie den Fall weiter untersucht.