Mit Postulat vom 5. Dezember 2013 forderte Ständerat Luginbühl (13.4083) den Bundesrat auf, einen Bericht zum sogenannten Folgerecht zu veröffentlichen.

Seit das Folgerecht 1920 in Frankreich seinen Anfang nahm, haben zahlreiche Länder, unter anderem alle Mitgliedstaaten der EU, nicht aber die zwei grössten Kunsthandelsplätze USA und China, Folgerechtsregelungen eingeführt. Vor diesem Hintergrund forderte Ständerat Luginbühl den Bundesrat auf in einem Bericht aufzuzeigen, welche Lösungen möglich sind, dass die schweizerischen bildenden Künstlerinnen und Künstler beim Weiterverkauf ihrer Werke durch den Kunsthandel einen prozentualen Anteil am Erlös des Weiterverkaufs ausbezahlt erhalten.

Darauf veröffentlichte der Bundesrat am 11. Mai 2016 seinen Bericht, welcher Möglichkeiten der inhaltlichen Ausgestaltung aufzeigt und sich mit den zu erwartenden wirtschaftlichen Auswirkungen eines Folgerechts auseinandersetzt. Die Analyse führt zum Schluss, dass das Folgerecht die Erwartungen kaum wird erfüllen können. Die Zahlen aus der EU zeigen, dass nur sehr wenige Personen, vorwiegend wirtschaftlich ohnehin erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler sowie deren Erben von einer solchen Regelung profitieren würden.

Allerdings sollen die Erfahrungen in den anderen Staaten sowie die Entwicklungen auf internationaler Ebene, insbesondere die anlaufenden Diskussionen im Ständigen Ausschuss für Urheber- und verwandte Schutzrechte der Weltorganisation für geistiges Eigentum weiterverfolgt werden. Der Bundesrat schliesst nicht aus, dass er die Situation zu einem späteren Zeitpunkt neu beurteilen wird.